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Kerstin Eller-Bellersheim

Ich arbeite in dem Tempo, das Du tragen kannst.

Psychologisch fundiert, trauma-sensibel und ohne Druck, schneller sein zu müssen als Du bist.

Es gibt keinen Satz, der eine jahrelange Bindung an einem Nachmittag löst. Was es gibt, ist eine Arbeitsweise, die versteht, warum Du feststeckst, und die genau dort ansetzt.

Illustration einer Frau mit Blumen im Haar
Illustration einer Frau mit Blumen im Haar

Was trauma-sensibel bedeutet

Nicht schneller, als Dein System es aushält.

Trauma-sensibel heißt zuerst: Ich zwinge Dich nicht. Weder zu einer Trennung noch dazu, alles zu erzählen, was passiert ist. Du entscheidest, was Du aufmachst und wann.

Wenn Du in einer Beziehung über Jahre erlebt hast, dass Deine Grenzen übergangen werden, ist das Letzte, was Dir hilft, jemand, der Dich wieder überfährt, diesmal mit guten Absichten.

Deshalb arbeiten wir nicht daran, Belastendes noch einmal in voller Schärfe zu durchleben. Wir arbeiten zuerst daran, dass Du stabil genug stehst, um überhaupt hinschauen zu können. Stabilität kommt vor Aufarbeitung, nicht umgekehrt.

Und wenn ein Thema an einem Tag zu groß ist, gehen wir einen Schritt zurück. Das ist kein Rückschritt, sondern Teil der Arbeit.

Woran wir psychologisch arbeiten

Nicht an seiner Diagnose. An dem, was diese Dynamik mit Dir gemacht hat.

Bindungsmuster

Warum fühlt sich das Bekannte sicherer an als das Gesunde? Diese Frage führt fast immer weiter zurück als bis zu dieser einen Beziehung.

Selbstwert

In einer toxischen Dynamik wird Dein Wert an Bedingungen geknüpft. Wir lösen ihn Schritt für Schritt wieder davon ab.

Schuld und Scham

Die Scham über die Jahre, die Du geblieben bist, hält oft länger fest als die Beziehung selbst. Sie ist Thema, nicht Tabu.

Gaslighting und Selbstzweifel

Wenn Dir lange genug gesagt wurde, Du siehst das falsch, zweifelst Du irgendwann an Dir. Wir bauen Deine Wahrnehmung wieder auf.

Emotionale Abhängigkeit

Daran, dass eine Nachricht oder ihr Ausbleiben nicht mehr über Deinen ganzen Tag bestimmt.

Grenzen

Nicht nur daran, sie auszusprechen, sondern daran, sie zu halten, wenn der andere Druck macht oder sich zurückzieht.

Illustration einer Frau mit Blumen im Haar

Warum Dein Körper länger braucht als Dein Kopf

Dein Körper kann an einer Bindung festhalten, obwohl Du längst verstanden hast.

Du hast alles gelesen, Du kennst die Begriffe, Du kannst die Dynamik erklären. Und trotzdem zieht es Dich zurück, sobald sein Name auf dem Display steht.

Das liegt nicht an mangelnder Vernunft. In einer toxischen Beziehung wechseln sich Nähe und Entzug so lange ab, bis Dein Nervensystem diesen Wechsel als normal abspeichert. Es reagiert dann auf Anspannung mit dem, was ihm vertraut ist, und nicht mit dem, was gut für Dich wäre.

Deshalb ist Kontaktsperre allein keine Lösung. Sie stellt die Reize ab, aber sie verändert nicht, was in Dir gespeichert ist.

In der Zusammenarbeit schauen wir darauf, was in Dir passiert, wenn Dich etwas trifft, und wie Du in diesen Momenten bei Dir bleiben kannst. Je stabiler Du innen wirst, desto weniger Macht haben die Reize von außen.

Das ist psychologische Begleitung, keine medizinische Behandlung. Ich verspreche Dir keine körperliche Heilung.

Muster, die älter sind als diese Beziehung

Der systemische Blick: welche Rolle Du gelernt hast und für wen.

Fast jede Frau, die zu mir kommt, hat lange vor dieser Beziehung gelernt, welche Rolle sie einnimmt: die Vernünftige, die Starke, die Verständnisvolle, die, die alles zusammenhält.

Wir schauen deshalb nicht nur auf einzelne Szenen, sondern auf die Verteilung: Wer trägt wie viel? Wer sorgt dafür, dass die Stimmung hält? Wer passt sich an, damit es keinen Streit gibt? Und wo hast Du das zum ersten Mal gelernt?

Sehr oft zeigt sich dabei eine Überfunktion: Du machst mehr, damit der andere weniger machen muss. In der Herkunftsfamilie war das vielleicht notwendig. In einer toxischen Beziehung hält es die Dynamik am Laufen.

Das ist kein Vorwurf an Dich. Es ist die Stelle, an der Du tatsächlich etwas verändern kannst, weil sie Dir gehört.

Beratung, keine Therapie

Damit klar ist, was Du bekommst und was nicht.

Ich bin psychologische Beraterin und Trauma-Fachberaterin. Ich arbeite beratend und begleitend. Ich behandle keine psychischen Erkrankungen, stelle keine Diagnosen und ersetze keine ärztliche oder psychotherapeutische Versorgung.

Ich stelle auch keine Diagnose über Deinen Partner. Ob er narzisstisch ist, kann ich nicht beurteilen, und für Deine Veränderung ist es nicht entscheidend. Entscheidend ist, was diese Beziehung mit Dir macht.

Wenn ich im Gespräch den Eindruck habe, dass Du therapeutische oder ärztliche Unterstützung brauchst, sage ich Dir das offen und wir schauen gemeinsam, wohin Du Dich wenden kannst. Beides schließt sich nicht aus: Manche Frauen arbeiten therapeutisch und lassen sich parallel von mir begleiten.

Und wenn Du in akuter Gefahr bist oder Dich in einer Krise befindest, brauchst Du sofortige Hilfe vor Ort und keinen Termin in der nächsten Woche.

Wenn Dir diese Herangehensweise entgegenkommt

Dann schau Dir an, wie eine Begleitung konkret aussieht, oder schreib mir direkt.